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Informationsmittel in Bibliotheken

Was für Informationsmittel gibt es eigentlich in Bibliotheken? Diese Frage stellt sich zunächst jeder FaMI am Anfang der sehr umfangreichen Ausbildung.
Doch sobald man den Lesesaal einer wissenschaftliche Bibliothek betritt und sich der zahlreichen Regale besieht, wird einem schnell klar, was damit eigentlich gemeint ist.
Die Informationsmittel werden meist im Freihandbereich aufgestellt, d.h. die Medien sind dem Benutzer frei zugänglich. Die Sache hat jedoch einen Haken: diese Bestände sind meistens Präsenzbestände, sie dürfen somit in vielen Bibliotheken nicht ausgeliehen werden.

Doch was sind eigentlich diese „Informationsmittel“?

  • Enzyklopädien (Nachschlagewerk, welche in mehreren Bänden erscheint. Bsp: Brockhaus)
  • Wörterbücher
  • Lexika
  • Atlanten
  • Tabellen- und Formelwerke
  • Kataloge (Münzen, Briefmarken, Jahrbücher, Chroniken,…)
  • Adressbücher (Behörden, Ministerien,…)
  • Telefon- und Branchenverzeichnisse
  • Fahr- und Flugpläne
  • Bestimmungsbücher
  • Unterkunfts- und Restaurantführer
  • Bibliographien
  • Bibliographische Nachschlagewerke

Äääh… Biblio- was?
Genau… was sind eigentlich Bibliographien?
Bibliographien sind bestandsunabhängige Verzeichnisse von Literatur, d.h. die Literatur wird verzeichnet, ohne einen direkten Bezug zum Bestand einer Bibliothek zu haben.
Dabei unterscheidet man zwischen

  • Nationalbibliographien ((diese verzeichnen fortlaufend die Neuerscheinungen), in Deutschland ist dies die Deutsche Nationalbibliographie (diese verzeichnet jegliche im In- und Ausland erscheinende Literatur))
  • den Retrospektiven Nationalbibliographien (diese enthalten selbstständig (also außerhalb des Buchhandels) erschienene Literatur, sog. „graue Literatur“)
  • dem Verzeichnis lieferbarer Bücher (verzeichnet alle derzeit lieferbaren Bücher)
  • Regionalbibliographien (verzeichnen die Literaturproduktion eines Landes/einer Region)
  • Personalbibliographien und biographische Nachschlagewerke ((diese konzentrieren sich auf einzelne Personen (dabei unterscheidet man nochmals zwischen subjektiven Personalbibliographien (Verzeichnisse, die eigene Werke enthalten) und objektiven Personalbibliographien (Verzeichnisse, die Werke über eine Person enthalten)
  • Bibliographien spezieller Publikationsformen (Bibliographien der Bibliographien, Hochschulschriftenverzeichnisse, amtliche Veröffentlichungen, Kongressschriftenverzeichnisse, Patentdokumente, Mikroformen,…)