Archiv der Kategorie: WiSo/Recht

Das Urheberrecht

Urheberrecht

  • geschützt werden persönliche geistige Schöpfunge
  • nauf die Qualität der Werke kommt es nicht an, aber Mindestmaß an kreativer Leistung
  • Übersetzungen und andere Bearbeitungen werden wie selbstständige Werke geschützt
  • Sammelwerke werden wie selbstständige Werke geschützt
  • Gesetze, Verordnungen, amtliche Erlasse etc. sind nicht geschützt
  • Urheber = Schöpfer eines Werkes
  • Miturheber = bei gemeinsamen Werken, ohne dass sich die Anteile gesondert verwerten lassen
  • Rechtsinhaber = immer natürliche Person – nie juristische!
  • Urheberrecht dient auch der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung eines Werkes
  • Bis zum Beweis des Gegenteils ist immer derjenige Urheber, der in üblicher Weise auf den Vervielfältigungsstücken genannt wird (z. B. bei Ghostwritern)
  • Veröffentlichungsrecht
  • Recht, eine Entstellung seines Werkes zu verbieten
  • Verwertungsrecht = Vervielfältigungs-, Verbreitungs-, Ausstellungs-, Vortrags, Aufführungs-, Vorführrecht – öffentliche Zugänglichmachung (Internet)
  • Folgerecht = prozentuale Beteiligung an Veräußerungserlös festgelegt
  • Urheberrecht ist vererblich, sonst nicht übertragbar
  • Zulässig = Einräumung von Nutzungsrechten
  • „Vergütung für später bekannte Nutzungsarten“
  • Nutzungsrecht kann nur mit Zustimmung des Urhebers übertragen werden
  • Zitate sind zulässig wenn das Zitat:
    -in ein eigenes, selbstständiges Werk übernommen wird
    -einen Zitatzweck erfüllt, z. B. Erläuterungsfunktion
    -sich in gebotenem Rahmen bewegt
    -mit einer Quellenangabe versehen ist
    -aus einem bereits erschienenen bzw. veröffentlichten Werk ist
  • Kopienversand auf Bestellung:
    -Zum wissenschaftlichen Gebrauch, darf nicht gewerblichen Zwecken dienen
    -Vervielfältigung und Übermittlung in elektronischer Form ist nur als grafische Datei zulässig
    -Angemessene Vergütung ist zu zahlen -> Verwertungsgesellschaft
  • Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers -> Gemeinfreiheit
  • Bei anonymen und pseudonymen Werken erlischt das Urheberrecht 70 Jahre nach der Veröffentlichung
  • NICHT geschützt: die Titel von Werken -> hier greift das Markenschutzgesetz, Schaltung einer Titelschutzanzeige – geht nur bei tatsächlich unterscheidungsfähigen Titeln
  • Lizenz = Rechtseinräumung
  • Berner Übereinkunft = ältestes internationales Abkommen zum Schutz der Urheber, Mindestschutzdauer von 50 Jahren, Inländerbehandlung (ausländische Werke sind in gleicher Weise geschützt wie die Werke inländischer Urheber)
  • in der EU einheitliches Schutzrecht von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers

(von Fe)

Mitarbeiterbeurteilung: Zeugnisformulierung

Unqualifiziertes / einfaches Zeugnis

  • Dauer der Beschäftigung
  • Art der Beschäftigung

Qualifiziertes Zeugnis (ÜETLBS)

  • Überschrift (Arbeitszeugnis, Ausbildungszeugnis oder Zeugnis)
  • Einleitung
    -Personalien
    -Beschäftigungsdauer
  • Tätigkeitsbeschreibung
    – Arbeitsplatz
    – Aufgaben und Verantwortungsbereich
    – Hierarchische Funktionen, Vollmachten
    – Übernahme von Spezialaufgaben
  • Leistungsbeurteilung
    – Leistungsbereitschaft
    – Arbeitsbefähigung
    – Arbeitsweise
    – Arbeitserfolg
    – Fachkönnen
    – Weiterbildung
    – Zusammenfassung
    – Leitende Angestellte
    – Besondere Erfolge
  • Beurteilung der Führung
    – Sozialverhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern, Kunden…
    – Gesamtbild (Charakter, Persönlichkeit), Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen
  • Schlusssatz
    – Grund und Art der Beendigung nur auf Wunsch des AN
    – Bedauern über Weggang, Wünsche für Zukunft (fehlt das = Abwertung)

Zeugniscodes
XY hat die übertragenen Arbeiten

  • 1 = stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt
  • 2 = stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt
  • 3 = zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt
  • 4 = zu unserer Zufriedenheit erledigt
  • 5 = im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit erledigt
  • 6 = hat sich bemüht, die übertragenen Arbeiten zu unserer Zufriedenheit zu erledigen

Gesetzlicher Anspruch auf ein Arbeitszeugnis à § 109 GewO
(1) Der Arbeitnehmer hat bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Das Zeugnis muss mindestens Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit (einfaches Zeugnis) enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass sich die Angaben darüber hinaus auf Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis (qualifiziertes Zeugnis) erstrecken.
(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.
(3) Die Erteilung des Zeugnisses in elektronischer Form ist ausgeschlossen.

(von Fe)

Stellenbeschreibung

Eine Stellenbeschreibung ist in drei (vier) Bereiche aufgeteilt

  • Kopf (formales) = Unternehmen, Kostenstelle, Stellennummer, Stellenbezeichnung
  • Stelleneinordnung = Vorgesetzter, Dienstrang
  • Stellenaufgaben = Hauptaufgaben (Stellenziel), Einzelaufgaben, besondere Befugnisse
  • Stellenanforderungen = Vorbildung, Kenntnisse, Eigenschaften

(von Fe)

 

Arbeitsorganisation – Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation

Definition Organisation
= Kombination (bzw. Substitution) der betrieblichen Leistungsfaktoren, um einen reibungslosen Ablauf des Betriebsprozesses zu ermöglichen (= ein System geplanter Regelungen)

Voraussetzungen:
Teilbarkeit von Aufgaben, Wiederholbarkeit von Aufgaben

Ablauforganisation:
das Zusammenfügen voneinander abhängiger Tätigkeiten zu einem störungsfreien Vorgang mit dem Ziel der bestmöglichen Ausnutzung von Arbeitskraft und Betriebsmitteln

  • raumorientiert (günstigste Anordnung von Räumlichkeiten, Betriebsmitteln, Gestaltung der Arbeitsplätze) -> überflüssige Wege vermeiden
  • zeitorientiert (richtige Reihenfolge der Teilaufgaben und ihre zeitliche/terminliche Abstimmung)
  • Arbeitsanweisung als Hilfsmittel

Aufbauorganisation:
beschreibt die Ordnung von Zuständigkeiten, regeln die Aufgabenverteilung, bestimmt die Abteilungsbildung (legt den Instanzenaufbau fest), regelt die Weisungsbefugnis

  • Phasen: Aufgabenanalyse (Aufgabenzerlegung) à Aufgabensynthese (Stellenbildung) -> Aufgabenverteilung (Stellenbildung) -> Weisungssystem
  • Abteilungsbildung: Verrichtung (Funktion), Objekt, Region, Phase, Rang, Zweck, Person [Abteilungsgliederung nach Funktionen oder Objekten -> Organigramm]
  • Leitungs-/Weisungssysteme: Ein-Linien-System, Mehr-Linien-System, Stab-Linien-System, Matrix-Organisation
  • Entscheidungssysteme: Direktorialsystem, KollegialsystemØ Stellenbeschreibung = Organisationshilfsmittel

Regelungen

  • Generelle Regelungen = verbindliche Arbeitsanweisungen für gleich bleibende, sich wiederholende, regelmäßig auftretende Arbeitsprozesse
  • Fallweise Regelungen = Entscheidungen werden nach grundsätzlichen Regeln bei unregelmäßig auftretenden Aufgaben getroffen
  • Improvisation = bei komplizierten, selten anfallenden Aufgaben muss improvisiert werden
  • Grundsätze = Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, organisatorisches Gleichgewicht, Koordination· Regelkreis = als Mittel der Darstellung organisatorischer Sachverhalte

Organigramm / Organisationssysteme

Einliniensystem:

  • Vorteile: einfach, klar, überschaubar; eindeutige Kompetenzabgrenzung
  • Nachteile: langer Instanzenweg; schwerfällig,in großen Betrieben mangelnde Flexibilität

Mehrliniensystem (Funktionssystem):

  • Vorteil: Instanzenweg wird bei notwendigen Anweisungen zwischen mehreren Abteilungen gekürzt
  • Nachteil: Kompetenzüberschreitung der Vorgesetzten

Stabliniensystem:

  • Stabsstellen unterstützen die jeweilige Instanz. Sie sind beratend tätig und haben selbst keine direkte Leitungsbefugnis. (z.B. Datenverarbeitung, Rechtsabteilung, Marktforschung)

Teambildung:

  • Es bilden sich Teams aus verschiedenen Abteilungen zu bestimmten Fachthemen
  • Vorteil: Austausch von Informationen und Kompetenzen

(von Fe)