Mit internen und externen Partnern kooperieren

Kooperationsformen

Erwerbung

  • für die wissenschaftliche Forschung ist es nötig, dass die wichtige (auch hochspezielle) Fachliteratur aus dem In- und Ausland verfügbar ist -> keine Bibliothek kann das alleine leisten ->koordinierte/abgestimmte Erwerbung

Nationale Erwerbungskoordination

siehe Sondersammelgebiete und Sammlung Deutscher Drucke

Regionale Erwerbungskooperation

  • Sondersammelgebietsprogramm der Großstadtbibliotheken in NRW
  • Sammeln Literatur der BRD, aber ohne hochspezialisierte

Konsortialer Erwerb von Online-Publikationen

  • Lat.: consors, -rtis = „Schicksalsgenosse“
  • Zweckgebundene Vereinigung von zwei oder mehr Unternehmen zur Durchführung eines bestimmten Geschäfts
  • Konsortial/gemeinschaftlich erworben werden hauptsächlich Datenbanken, elektronische Zeitschriften, e-book-Sammlungen
  • Gründe: eine Vielzahl technischer, fachlicher und juristischer Aspekte sind zu berücksichtigen; Erwerb von Online-Publikationen für einzelne Bibliotheken schwer zu finanzieren
  • Lizenzverträge regeln: Zugriffsmöglichkeiten, Nutzungsrechte, Laufzeit, Preisgestaltung, Abstellmöglichkeiten und Abrechnungsverfahren
  • Speicherung der Daten kann auf eigenem Server des Konsortiums, des Verlages bzw. Anbieters oder einer Zeitschriftenagentur erfolgen
  • Vorteile:
    → Bündelung der Kaufkraft der beteiligten Bibliotheken (→ Kostenersparnis)
    → reduzierter Verwaltungsaufwand (meist verhandelt eine Bibliothek stellvertretend)
  • Nachteile:
    → geringe Flexibilität bei der Titelauswahl (z. B. werden Zeitschriftenpakete erworben, von denen einzelne Teile nicht von allen Bibliotheken benötigt werden)
    → Verlust der Entscheidungsgewalt und Autonomie
    → keine/geringe Abbestellmöglichkeit
  • Online-Publikationen können auch von Verbundzentralen lizenziert und allen Bibliotheken des Verbundes zugänglich gemacht werden
  • GASCO (German, Austrian and Swiss Consortia Organisation) = für die strategische Zusammenarbeit der Regionalkonsortien – für verbesserten Informationsaustausch und Förderung der Verhandlungskompetenz
  • Wichtiges Hessisches Konsortium = HeBIS, gefördert vom HMWK

Erschließung

  • Regional: Verbundkatalogisierung
  • Überregional: ZDB, EZB
  • Wichtig: Verwendung gleicher Regeln, Normdateien

Benutzung

  • Leihverkehr
  • Kooperative Dokumentenlieferdienste
    → SUBITO
    → JASON (NRW-Bibliotheken)
    → SSG-S (Sondersammelgebietsbibliotheken)

Lektoratskooperation (https://www.bib-info.de/verband/leko.html)

  • LK übernimmt die Medienmarktsichtung der über 90.000 Neuerscheinungen jährlich und filtert diese nach Bibliotheksrelevanz (besonders ÖBs)
  • Träger und Produzenten:
    → DBV -> 76 Lektor/innen aus 56 Bibliotheken
    → BIB -> ca. 230 Rezensent/innen
    → ekz -> gibt die Lektoratsdienste heraus, kümmert sich um Rezensionsexemplare und die Abwicklung
  • Verschiedene Ausgaben (1.000-14.000 Titel/Jahr) des ID
  • Vorteile Lektoratsdienste: Maßgebliches Instrument des Bestandsaufbaus, Arbeitsersparnis, Zeitersparnis, bibliothekarischer Standard
  • Kritik: Verlust der Expertise, Fehler in Rezensionen werden übernommen, zu große Einheitlichkeit, viele Erscheinungen bleiben außen vor, zeitlicher Verzug

Interessensvertretungen/Kontakte

  • Bibliotheksverbände
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Internationale Zusammenschlüsse (z. B. IFLA)

Information

  • vascoda
  • Deutsche Internetbibliothek
  • Virtuelle Fachbibliotheken
  • Forum Bestandserhaltung

Institutionelle Zusammenarbeit

  • ekz
  • Kompetenznetzwerk für Bibliotheken
  • Nestor (Kompetenznetzwerk zur Langzeitarchivierung)
  • Goethe-InstitutBertelsmann-Stiftung
  • DfG
  • Wissenschaftsrat

Kommunikationsmöglichkeiten

  • Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken
  • Mailinglisten (z. B. Forum ÖB, InetBib)
  • Foren
  • Fachzeitungen

Ziele Internationaler Kooperation www.bibliotheksportal.de/wir-ueber-uns/kompetenznetzwerk/arbeitsbereiche/internationale-kooperation.html

  • Förderung der Innovation im deutschen Bibliothekswesen
  • Rolle der Bibliotheken international zu stärken
  • Information über nationale und internationale Fördermöglichkeiten
  • Interessensvertretung im globalen Kontext
  • Sicherstellung, dass der Bibliotheksbereich über strategische Entwicklungen und Themen auf internationaler Ebene immer aktuell informiert ist
  • Förderung internationaler Zusammenarbeit

(von Fe)